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Abtreibungsgegner unerwünscht – Sendung wiederholen!

MEDIENMITTEILUNG

zur fragwürdigen Debattenkultur beim Schweizer Fernsehen

 

Im neuen Format «Streitfrage» diskutierte man in der SRF-Sendung «Sternstunde Religion» am 11. November 2018 über die Abtreibung. Wer sich auf eine kontroverse Diskussion freute, in der unterschiedliche Meinungen aufeinandertreffen, wartete allerdings vergeblich. In einem skandalösen Akt der Zensur weigerten sich die Fernsehmacher, ihrem öffentlichen Informationsauftrag nachzukommen und nebst einem Atheisten und zwei Theologinnen auch einen Abtreibungsgegner einzuladen. Die EDU wehrt sich entschieden gegen diese tendenziöse Bevormundung der Bürgerinnen und Bürger und fordert, dass die Sendung in ausgeglichener Besetzung zu wiederholen ist.

Mit Befremden nimmt die EDU zur Kenntnis, dass das öffentlich-rechtliche Schweizer Fernsehen – das wir alle mit unseren Gebühren finanzieren müssen – wertenden Gesinnungs- und Kuscheljournalismus über faire Debattenkultur stellt. Geradezu anmassend mutet es an, wie «Sternstunde Religion» den Boykott von Abtreibungsgegnern begründet. Diese seien «in ihren Argumentationen so radikal, dass sie nicht in das Format passen würden». Man habe schliesslich «den Anspruch, differenziert zu diskutieren und nicht zu polarisieren.»

 
Diese pauschale, offensichtlich völlig subjektive Abwertung nicht genehmer Haltungen ist eine nicht hinnehmbare Entgleisung, welche die dahinterliegende Geisteshaltung offenbart: Denn seit längerem schon ist festzustellen, dass das Schweizer Fernsehen das Publikum mit sogenanntem «Konsens-Journalismus» zu erziehen, zu therapieren – ja gar einzuschläfern versucht. Nicht mehr der Wettstreit der Argumente und die freie Meinungsbildung stehen im Zentrum. Vielmehr ist es eine nicht zu übersehene Strategie der Fernsehmacher, die Zuschauer gezielt in eine Richtung lenken, im Rahmen derer es zu denken habe.
 
Besonders stark zu spüren bekommen diese totalitären Auswüchse Christen, die sich zu politischen Fragen dem Mainstream entgegen stellen und in Diskussionen um die Abtreibung, Drogenlegalisierung, Homo-Heirat oder Präimplantationsdiagnostik eine ablehnende Haltung einnehmen.
 
Wir hoffen doch sehr, dass beim SRF endlich wieder Vernunft einkehrt. Das SRF hat einen Informationsauftrag – und keinen Erziehungsauftrag! Ein erster Schritt hierzu ist eine baldige Ausstrahlung einer kontradiktorischen Diskussions-Sendung zur Abtreibungsfrage.
 
Für weitere Auskünfte:
Hans Moser, Präsident EDU Schweiz, 079 610 42 37
Roland Haldimann, Vizepräsident EDU Schweiz, 079 435 36 40